14. August 2010
Сталкер / Stalker
Es ist eine von Menschen verlassene Welt. Die Natur erobert Fabriken, Tunnel, Gebäude zurück. Panzer verschwinden langsam im hüfthohen Gras. Geldmünzen, eine Schraubenfeder, ein Maschinengewehr sind hier Vergangenheit — Relikte von Zivilisation —, sie liegen am Grund eines Wasserbeckens, inmitten von Algen. Später sieht man einen Fisch. Auf der Wasseroberfläche über ihm verbreitet sich ein Ölfilm. Es sind Bilder wie diese, die sich ins Gedächtnis brennen. Andrei Tarkowski präsentiert sie uns in minutenlangen, beinahe meditativen Aufnahmen, hinterlegt mit einem düsteren Soundtrack.
Befinden wir uns tatsächlich in der “Zone”, wie dieser Teil des Landes von den drei Protagonisten, dem “Professor”, dem “Schriftsteller” und dem “Stalker” genannt wird? Ist dies überhaupt eine Reise durch den Raum? Wir erfahren Zynismus, Nihilismus, Abwesenheit von Hoffnung. Es ist gefährlich hier, alles in ständiger Veränderung, es gibt Fallen. Und es soll hier einen Ort geben, an dem der innerste Wunsch desjenigen wahr wird, der ihn betritt. Keiner der dreien wird den Ort betreten. Niemand fühlt sich bereit. Dennoch kehren sie als veränderte Menschen heim.
Stalker. Ein Film von Andrei Tarkowski, UdSSR 1979.





