22. April 2008

Frühlingskollektion

alles 1/100 F29 ISO 1600 oder so

Taschenmesser Handschuh Duden Zahnbürste
Taschenmesser Handschuh Duden Zahnbürste

1. Januar 2008

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Lounge

Gerade sitze ich im ICE von Berlin nach Köln; die Heimreise vom 24C3 ist angesagt. Nach dem letztjährigen, positiverweise sehr diskordianisch geprägten 23C3 unter dem Motto Who can you trust? wurde dieses Jahr dem Steampunk gefrönt und es hieß: Volldampf voraus! Ich hatte zwar die vier Tage lang eher das Verlangen nach ein bisschen Cyberspace (hey, immerhin funktionierte bei mir an zwei Tagen jederzeit das W-LAN!), aber das Flair des viktorianischen Zeitalters hatte auch etwas, irgendwie. Zumindest war die Lounge kuschelig.

Lounge 2

Sehr gut war meiner Meinung nach die weitere Entzerrung des Fahrplans: Nachdem im letzten Jahr schon Der Vierte Tag eingeführt wurde, haben die Organisatoren dieses Jahr zusätzlich zum Extratag den Saal 4 und damit eine ganze Vortragsschiene abgeschafft. So wurden also immer nur drei Vorträge parallel gehalten und die Wahrscheinlichkeit, etwas Interessantes zu verpassen, lief bei Personen mit meinem Interessensvektor gegen 0. Das heißt allerdings nicht, dass der Fahrplan nur eine geringe Themenvielfalt aufzuweisen hatte, im Gegenteil: Von Überwachungserfahrungen aus erster Hand in What is terrorism?, über die mathematische Simulation vom Verhalten dunkler Materie in Simulating the Universe on Supercomputers, Live-Hardware-High-Speed-Paketfilterung in 10GE monitoring live, Culture Jamming mit fancigen Technik-Gadgets in Design Noir und erschreckenden Erkenntissen über biologisches Hacking in Programming DNA war allein der erste Tag schon voller Highlights.

Auch dass der Beginn der ersten Vorträge am Tag weiterhin dem Publikum gerecht auf humane 11:30 Uhr festgelegt wurde, kam mir sehr gelegen. Dann hatte ich nicht ein ganz so schlechtes Gewissen, wenn ich zu dieser Zeit gerade meinen Kaffee am Frühstückstisch leerte. Na gut, einmal war ich auch schon zur ersten Vortragsreihe im bcc und kam in den Genuss einer nicht vorhandenen Getränkeschlange, leerer Stände und Kaffeegeruch in den Sälen. Hmmmmm. Das hat was. Dafür lief das offizielle Programm dann auch teils bis 1 Uhr. Veranstaltungen wie das immer wieder grandiose Hacker Jeopardy müssen einfach zu später Stunde in “gelöster” Atmosphäre stattfinden.

bcc

Der FoeBuD war mal wieder mit einem Info- und Verkaufsschalter dabei, ebenso wie der Tresen mit psychedelischen und kritischen alternativen Büchern; eine Videoinstallation mit Animationen zu gemütlicher Musik zog die Blicke auf sich, Blinkenlights blinkten, die Menschen von monochrom sorgten für Unterhaltung, Debian und GIMP waren an prominenter Stelle vertreten — und mit den ganzen anderen Projekten im Hackcenter und auf den Fluren verteilt will ich gar nicht erst anfangen. Kurzum: Die Bedingungen waren perfekt für ein paar Tage voller Input. Information meets Art & Beauty.

Ende.

Doch nicht. Ich habe ganz vergessen, die Demo gegen den Überwachungswahn zu erwähnen, die eine Riesentour vom Vorplatz des bcc zum Alexanderplatz und wieder zurück drehte. Da haben die “Wir wollen zum Bundestag”-Rufe der Teilnehmer auch nicht mehr viel ändern können. Trotzdem war das Ganze eine nette Aktion, die vielleicht den ein oder anderen Passanten dazu gebracht hat, sich zu fragen, was da abgeht.

Was ich jetzt noch vergessen oder hier einfach nicht erwähnt hab, wird wohl für immer in Vergessenheit oder Hiernichterwähntheit bleiben. Vielleicht schreib’ ich aber auch nochmal was.

20. Dezember 2007

Es fröstelt

Natur

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